Nervenaufreibende Szenen ereigneten sich am Donnerstagmittag in der Filiale der Dresdner Bank in Kölner Stadtteil Bickendorf: ein maskierter Mann erbeutete bei einem Banküberfall auf der Venloer Straße einen Geldbetrag in fünfstelliger Höhe.
Als der Mann die Bank betrat, zog er sofort eine silberfarbene Schusswaffe aus seiner Jackentasche, richtete sie auf die Anwesenden und forderte eine der Angestellten auf, den Safe zu öffnen. Da der Tresor nicht zeitnah zu öffnen war, willigte der Täter ein, sich mit dem Bargeld der Geldzählmaschine zu begnügen. Seelenruhig wartete der Bewaffnete die 15 Minuten, bis der Automat seinen gesamten Inhalt preisgegeben hatte.
Anschließend verstaute der Räuber die Scheine in einer mitgebrachten Sporttasche. Diesen Moment wollte einer der Anwesenden (30) nutzen und versuchte noch, den Tatverdächtigen zu überwältigen. Nach einem heftigen Gerangel, bei dem der 30-Jährige eine Kieferfraktur erlitt, gelang dem Bankräuber mit seiner fünfstelligen Beute die Flucht aus der Bank.
Die Fahndung nach dem Flüchtigen verlief bisher erfolglos.
( Artikeldatum: 20.4.2006 )