Seinem Ziel, Köln 2010 zur sichersten Millionenstadt zu machen, ist Kölns Polizeipräsident Klaus Steffenhagen noch nicht wirklich nähergekommen. Statt eine Senkung der Kriminalität zu beobachten, musste Steffenhagen zusehen, wie die Kriminalitätsrate in den vergangenen Monaten angestiegen ist. Dieser für Köln unerfreulichen Entwicklung soll nun mit dem Programm "Sicherheit Plus" ein Ende gesetzt werden.
Mit einer 100 Mann starken Sondereinheit sagt Steffenhagen den Kriminellen in Köln den Kampf an. Die Truppe, die sich aus Beamten verschiedener Wachen zusammensetzt, soll vor allem dort eingreifen, wo aus Sicht der Polizei akuter Bedarf aufgrund höherer krimineller Aktivitäten besteht. Zur Zeit hat Steffenhagen vor allem die Beschaffungskriminalität im Auge: Laut Polizei verursachen die etwa 1.000 Drogenabhängigen einen durchschnittlichen wirtschaftlichen Schaden von etwa einer Million Euro täglich. Wohnungs- und Autoeinbrüche, bei denen der Diebstahl von Navigeräten oder Mobiltelefonen im Fokus der Süchtigen steht, haben in der vergangenen Zeit stark zugenommen.
Desweiteren möchte Steffenhagen seine Beamten dazu anhalten, mehr Vergehen von sich aus zu verfolgen: So zum Beispiel soll das Missachten roter Ampeln durch Fußgänger oder Radfahrer oder auch aggressives Verhalten der Verkehrsteilnehmer vehementer als bisher geahndet werden. Die Streifenbeamten sollen schneller eingreifen,die Übeltäter auf ihr Vergehen hinweisen und damit für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen. (Foto: ddp)
( Artikeldatum: 20.5.2007 )